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Architekturbüro Götze und Langguth - 10-jähriges Jubiläum

Das Nordheimer Architekturbüro Götze und Langguth feiert in diesem Oktober sein zehnjähriges Bestehen. Der neueste Teamzuwachs, Anas Al Swedan aus Syrien, stellt zu Beginn seiner Ausbildung zum Bauzeichner einige Fragen an die beiden Inhaber.

Al Swedan: Was verstehen Sie eigentlich unter „konstruktiver Architektur“, dem Slogan aus Ihrem Logo?

Holger Langguth: Ein folgerichtiges Vorgehen. Die Frage nach der wirtschaftlichen und technischen Umsetzbarkeit ist für uns von Anfang an zentral und bestimmt unsere weitere Planung. Wir stellen also nicht erst in der Werkplanung fest, dass etwas nicht funktioniert. „Konstruktiv“ heißt für uns auch, stets in einem nutzbringenden Austausch mit unseren Kunden zu stehen.

Al Swedan: Wie hat sich Ihr Büro in den letzten zehn Jahren entwickelt?

Peter Götze: Als wir im Jahr 2008 unser Büro gründeten, wurden wir gleich von der Bankenkrise überrascht. Nur Wenige wollten in dieser Zeit in Neubauten investieren. Durch Dienstleistungsaufgaben unserer bestehenden Geschäftskontakte konnten wir diese Hürde aber nehmen und bauten uns einen eigenen Kundenstamm auf. Ab ca. 2010 setzen wir für diesen ganz unterschiedliche Projekte um. Unser Team umfasste in den Höchstphasen sechs Mitarbeiter. Bauzeichnerin Julia Rempfer ist seit vier Jahren bei uns.

Al Swedan: Wie würden Sie heute das Profil Ihres Architekturbüros beschreiben?

Holger Langguth: Unser Portfolio reicht von Garagen über Dachausbauten bis zu öffentlichen Einrichtungen wie dem Kindergarten in Cleebronn oder der Gemeinschaftsschule in Nordheim. Zu unseren Auftraggebern gehören die „Häuslesbauer“ genauso wie mittelständische Unternehmen. Wir helfen also sowohl Familien bei der Verwirklichung ihres Traums vom Eigenheim als dass wir Produktionshallen und Bürogebäude erstellen. Der gemeinsame Nenner all unserer Projekte ist, dass wir immer den echten Bedarf ermitteln. Wir drängen unseren Kunden also nichts auf, was sie ursprünglich gar nicht wollten und dann teuer bezahlen müssen. Wichtig ist uns zudem der lokale Bezug: Uns liegen die Bedürfnisse vor Ort am Herzen, und da sind wir uns auch für Kleinstaufträge nicht zu schade.

Al Swedan: Was war Ihr bisher anspruchsvollstes Projekt?

Peter Götze: Die Gemeinschaftsschule Nordheim, ganz klar. Mit ihr haben wir für die Gemeinde eines ihrer größten Bauvorhaben der letzten Dekade realisiert – und das im Zeitplan und im Kostenrahmen, was bei Projekten dieser Dimension heute eher die Ausnahme als die Regel darstellt. Die Komplexität dieses Auftrags hatte u. a. mit unumstößlichen Gegebenheiten durch den alten Bestand zu tun und den geltenden EU-Richtlinien. So waren z. B. Handwerker von überall her mit an Bord, die unsere Planungen nicht immer zu unserer Zufriedenheit umsetzen konnten. Eine weitere Schwierigkeit bestand in der Bereitstellung der Interimslösungen, in diesem Fall die Beschaffung der Container als temporäre Klassenräume. Viel Stress, keine Frage, aber dafür wissen wir jetzt genau, wie EU-Projekte ablaufen müssen, und damit hat sich unser Erfahrungsschatz noch einmal deutlich erweitert. Wir sind froh, dass wir trotz aller baulichen Schwierigkeiten diesen Großauftrag zu einem guten Abschluss brachten, und stolz darauf, durchweg positive Rückmeldungen von Schülern, Eltern und Lehrern erhalten zu haben.

Al Swedan: Was ist Ihnen als Inhaber eines Architekturbüros noch besonders wichtig?

Holger Langguth: Wir sehen es als Aufgabe eines örtlichen Unternehmens an, jungen interessierten Menschen Einblicke in die Berufswelt zu ermöglichen. Daher bieten wir Praktika für Schüler und Schülerinnen sowie Studierende an. Und mit Dir bilden wir zum zweiten Mal einen Bauzeichner aus.