Vom VFL zum VFB - Interview mit Nico Klotz

VFB

ZaberBote:Nico, seit vergangenen Juli spielst du beim Regionalligateam des VFB Stuttgart. Im Gespräch waren auch die TSG Hoffenheim, TSV 1860 München, FC Bayern München und der Karlsruher SC. Warum bist du zum VFB?

Nico Klotz: Beim VFB stimmte einfach das gesamte Umfeld. Zum einen ist da der Trainer Rainer Adrion und zum anderen die gesamte Mannschaft. Auch die Nähe zu Brackenheim spielte eine gewisse Rolle.

ZaberBote: Wie sieht das Training und dein Tagesablauf aus?

Nico Klotz: Wir trainieren morgens täglich von 10 Uhr bis 11.30 oder 12 Uhr. Dazu muss man ab 9.30 anwesend sein. Danach geht’s in den Kraftraum und zum Mittagessen. Drei mal die Woche wird noch nachmittags von 15.00 bis 16.30 trainiert. Am Tag nach einem Spiel ist Auslauf-Training. Der nächste Tag ist dann ein Ruhetag zur Regeneration.

ZaberBote: Wie unterscheidet sich das Training in Stuttgart zum Training in Brackenheim?

Nico Klotz: Wir gehen während des ganzen Trainings ein sehr hohes Tempo. Alles läuft viel schneller ab, als zuvor. Überhaupt wird viel Wert auf Schnelligkeit und Spritzigkeit gelegt. Dazu benutzen wir oft kleine Hürden und machen Skippings. Und das in einer sehr hohen Frequenz. Ein weiterer Schwerpunkt ist ständiges Umschalten von Angriff auf Abwehr und umgekehrt. Dabei spielt auch „peripheres Sehen“ eine große Rolle. Das Stellen und dementsprechendes Verhalten im Raum allein durch Wahrnehmung wird als peripheres Sehen bezeichnet. Peripheres Sehen ist eine der Grundvoraussetzungen für eine gut funktionierende Raumdeckung.

ZaberBote: Was sind deine sportlichen Ziele im ersten Jahr?

Nico Klotz: Ich will Stammspieler in der Regionalligamannschaft werden und mit dem VFB II die dritte Liga erreichen. Dann sehen wir weiter. Nach meinen Verletzungen ist zunächst einmal Kontinuität angesagt.

ZaberBote: Welche Verletzungen waren das?

Nico Klotz: Nach dem Sport­abitur hatte ich 6 Wochen an einer Rückenverletzung laboriert und bin erst zwei Tage vor dem ersten Spiel zurück gekommen. Dann fiel ich noch mal 4 Wochen mit Bänderriss aus und anschließend wiederum 2 Wochen nach einem Schlag aufs Knie. Aber mit meinen bisherigen Einsätzen, in denen ich auch schon Tore erzielen konnte, bin ich zufrieden. Darauf lässt sich aufbauen.

ZaberBote: Du wohnst noch in Brackenheim?

Nico Klotz: Ja, aber das wird sich ändern. Das viele Fahren nimmt ja doch relativ viel Zeit in Anspruch. Deshalb werde ich schon bald nach Bad Cannstatt ziehen.

ZaberBote: Wenn alles so klappt wie du es dir vorstellst, hast du dann noch weitere, ehrgeizigere Ziele?

Nico Klotz: Als erstes will ich mich durchsetzen. Wenn das so klappt, wie ich es mir vorstelle, möchte ich natürlich sehen, was sich aus meinem Potenzial noch herausholen lässt. Ein absoluter Traum wäre natürlich die Bundesliga. Aber zunächst einmal heißt es auf dem Boden und in der Realität bleiben. Und die heißt Stammplatz in der derzeit besten 2. Mannschaft der Liga.

ZaberBote: Wer ist der oder wer sind die Lieblingsspieler bzw. Vorbilder von Nico Klotz?

Nico Klotz: Thomas Hässler war früher immer mein Vorbild. Mehmet Scholl und Ronaldinho, klar. In Brackenheim habe ich von einigen Spielern dazugelernt. Heiko Bachman hab ich für sein ruhiges und sehr effektives Spiel bewundert, Harris für seine Einstellung und Emotionalität, mit der er eine ganze Mannschaft mitreißen und motivieren kann und beispielsweise Ishan Tütmetz oder Nico Golembiewski für ihre herausragende Spielweise, so auch Steffen Elseg, welcher auch heute noch zu meinen Lieblingsspielern gehört.

ZaberBote: Was machst du in deiner Freizeit außer Fußball? Gibt es Hobbys?

Nico Klotz: Ich mach gerne was mit Freunden, zusammen weggehen, Karten spielen und natürlich kicken. Ich spiele auch noch gerne Tennis und Badminton. Des weiteren surfe ich im Internet. Von Harry Potter habe ich bis auf den letzten schon alle Bände gelesen.

ZaberBote: Was würdest du jugendlichen Fußballspielern als Tipp geben?

Nico Klotz: Jeden Tag in jeder freien Minute mit Freunden zu kicken. Das habe ich auch immer gemacht und es hat sich gelohnt. Kaum von der Schule zu Hause, Mittag gegessen und schon wurde der Ball geschnappt und ab ging es ins Brackenheimer Agoraland. Wir hatten immer viel Spaß dabei. Wir, das sind meine Kumpels Jona und Ruben Schellenbauer, Jens Binder, Andreas May, Stefan Alt, Kim Koch und Dustin Weissbeck. Am wichtigsten dabei ist es, den Spaß am Fußball nicht zu verlieren. Umso mehr Freude man hat, um so mehr spielt man und entwickelt sich weiter. Und zu sehen, dass man sich verbessert hat, gibt einem einen zusätzlichen Kick.

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