Haus-Geschichten aus dem Zabergäu

Warum die alte Heizung im Keller bleiben darf

Wer ein Einfamilienhaus in Brackenheim oder Lauffen besitzt, blickt oft mit Sorge auf die nächste Energierechnung. Die Kosten für Strom und Heizen kennen scheinbar nur eine Richtung. Wir haben bei Peter Eichner nachgefragt, welches Thema die Menschen am Heuchelberg derzeit am meisten beschäftigt – und überraschend simple Antworten zum Thema Haustechnik bekommen.

ZaberBote: Herr Eichner, wenn Sie aktuell in Wohnzimmern oder Heizungskellern im Zabergäu stehen, welche Frage brennt den Hausbesitzern am meisten unter den Nägeln?

Peter Eichner: Am häufigsten werde ich ganz klar nach Solar- und Batterielösungen gefragt. Die Menschen sehen die weiter steigenden Energiekosten. Die Besitzer merken, dass es sich einfach lohnt, Solar und Batterien zu nutzen. Nicht etwa wegen der staatlichen Vergütung, sondern weil es für den eigenen Alltag schlichtweg billiger ist.

ZaberBote: Früher hat man den Strom vom eigenen Dach einfach ins Netz eingespeist. Warum hat sich das geändert?

Peter Eichner: Die Zeiten der hohen Einspeisevergütungen sind vorbei. Mein Rat aus der Praxis lautet heute: So viel Solar wie möglich auf dem Dach installieren und direkt Akkus einsetzen. So bleibt der Strom im eigenen Haus, auch wenn die Sonne abends über dem Stromberg untergegangen ist.

ZaberBote: Wenn Hausbesitzer an Solaranlagen denken, fürchten viele, sie müssten auch sofort die komplette Heizanlage erneuern …

Peter Eichner: Das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Ich rate oft dazu, nach Möglichkeit die bestehende Heizung einfach drin zu lassen. Stattdessen lohnt es sich, zusätzlich ein Klimasplit-Gerät zu installieren. Das ist ein überschaubarer Eingriff, und das Gerät kann mit dem Sonnenstrom wunderbar heizen und kühlen.

ZaberBote: Und wie wird das Wasser fürs Badezimmer warm, ohne teures Öl oder Gas zu verbrennen?

Peter Eichner: Falls im Heizungskeller Platz ist, empfehle ich eine Brauchwasserwärmepumpe. Diese zieht sich den Strom vom eigenen Dach, um das Wasser zu erhitzen. Das spart im Alltag enorm viele fossile Brennstoffe. Und da der Strom bei cleverer Solarnutzung ohnehin da ist, badet und duscht man fast kostenlos.

ZaberBote: Was ist Ihr wichtigster Rat für alle, die gerade in ihrem Eigenheim sitzen und überlegen, wie es energietechnisch weitergeht?

Peter Eichner: Es ist entscheidend, vorausschauend unterwegs zu sein. Man muss nicht zwingend sofort das ganze Haus auf den Kopf stellen. Aber wer jetzt klug handelt und smarte Kombinationen wählt, stellt sich perfekt für die Zukunft auf.

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